Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein

Es gibt wohl keinen Touristen von Deutschland, der in seine Deutschlandreise nicht das Schloss Neuschwanstein einplant. Mittlerweile sind es mehr als eine Million Besucher, die das Schloss jedes Jahr besichtigen. Das Märchenschloss Ludwigs II. ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Ludwig II. ließ hier seine idealisierte Vorstellung einer Ritterburg aus der Zeit des Mittelalters verwirklichen.

Der Erfinder von Schloss Neuschwanstein

Den Erfinder von Schloss Neuschwanstein, König von Bayern Ludwig II., umgibt eine ähnliche märchenhafte Aura wie sein Schloss. Mehr für Kultur als für militärische Dinge interessierte sich der König und verbrachte viel Zeit mit Musik und seiner Idee, Schlösser zu erbauen. Sein Königreich bereiste der romantische König Ludwig II. nur ein einziges Mal. Er zog sich früh auf seine Schlösser zurück und überließ die Regierungsgeschäfte seinen Gesandten. Schloss Neuschwanstein ist geschmückt von Bilderzyklen, die von den Opern Richard Wagners inspiriert waren. Den König und den Komponisten verbanden eine enge Freundschaft und eine tiefe Verehrung seitens des Königs. Als Vorlagen für die Gestaltung der Bilder dienten die Sagen des Mittelalters, die bereits für die Opern Wagners als Inspiration gedient haben wie beispielsweise Lohengrin, Tannhäuser oder Tristan und Isolde.

Der Bau von Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein

Bereits 1869, nur wenige Jahre, nachdem Ludwig II. den Thron bestiegen hatte, wurde mit dem Bau begonnen. Ludwigs Ideen und Ansprüche wuchsen immer mehr und die Kosten des Baus stiegen ins Unermessliche. Die Fertiggestellung des Schlosses war ursprünglich für 1872 angesetzt, konnte jedoch zu Lebzeiten Ludwigs nicht mehr realisiert werden. Passend zu all den romantisch verklärten Mythen, die sich um das Schloss und seinen Herrn ranken, konnte man auch die Umstände seines Todes am 13. Juni 1886 nie vollständig klären. Die Pläne für das Schloss änderten sich ständig. So wurden aus den ursprünglich vorgesehenen Gästezimmern ein, jedoch niemals gebauter, „Maurischer Saal“ mit Springbrunnen, aus dem „Schreibzimmer wurde eine kleine Grotte und aus dem „Audienzzimmer“ wurde ein riesiger Thronsaal. Dieser war allerdings nicht für Audienzen bestimmt. Der mehr und mehr menschenscheue König Ludwig II. wollte mit dem Saal ein Denkmal für das Königtum und ein Abbild der sagenumwobenen Gralshalle schaffen.

Das Schloss und die Öffentlichkeit

Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein

Obwohl König Ludwig II. es zu seinen Lebzeiten untersagt hatte, wurde bereits sechs Woche nach seinem Tod Schloss Neuschwanstein für Besucher geöffnet. Die vielen Kredite, die für den Bau des Schlossen aufgenommen werden mussten, sollten mit den Eintrittsgeldern zurückgezahlt werden. Seit dem ist Schloss Neuschwanstein nicht mehr aus der Touristikbranche wegzudenken.

Schloss Neuschwanstein ein weltweites Symbol

Schloss Neuschwanstein steht weltweit als Symbol für Romantik. Auf vielen Bildern, Briefmarken und Ansichtskarten zu einem Märchenschloss verklärt, dient es als Vorbild und Kulisse für so manchen Film. Disneyworld hat es für sich okkupiert und nutzt es für das Logo seiner Filme und als Vorbild des Dornröschenschlosses in den Disneyland-Themenparks. In der Hochsaison von Juni bis August zählt Schloss Neuschwanstein bis zu 10.000 Besucher am Tag, die in einer etwa 35-minütigen Führung durch das Schloss geschleust werden. Ohne Voranmeldung müssen Gäste aufgrund des hohen Andrangs oft mehrere Stunden bis zum Einlass warten.

Schloss Neuschwanstein

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